Volker Bajus MdL

Sprecher für Umwelt, Energie, Kulturpolitik

Osnabrücker Feldbahn wird nach Norden ausgebaut

Bajus: Umweltministerium fördert Projekt mit über 875.000 Euro

Gute Nachrichten für alle Piesberg-Freunde kommen heute aus Hannover. Wie der Landtagsabgeordnete Volker Bajus (Grüne) mitteilt, ist die Entscheidung für den Förderantrag zur Feldbahn-Nord offenbar gefallen. „Das freut mich sehr“, so Bajus. Beantragt war eine ‎Förderung von rund 875.000 Euro. „Damit wird der gemeinsame Einsatz belohnt. Schön, dass es dafür die Unterstützung aller Osnabrücker Landtagsabgeordneten gibt“, so Bajus.

Mit dem Projekt möchte die Stadt gemeinsam mit dem Verein der Feldbahnfreunde* die bisherige Linie auf dem Südstieg auch in Richtung Norden bis zum Grubenweg in Wallenhorst-Lechtingen verlängern. Kooperationspartner sind die Gemeinde Wallenhorst und der Naturpark TERRA.vita, in dem der Piesberg liegt. Insgesamt soll die 2,5 km lange Streckenverlängerung 1,35 Millionen Euro kosten.

„‎Das Projekt musste ein umfangreiches Prüfverfahren durchlaufen und am Ende ist allein die Qualität ausschlaggebend. Und die ist hier am Piesberg gleich mehrfach vorhanden“, erläutert Bajus.

Mit dem „Landschaftswerte-Programm“ fördern das niedersächsische Umweltministerium und die Europäische Union Projekte, die einen nachhaltigen Beitrag zur Bewahrung, zum Schutz und zur Förderung des Natur- und Kulturerbes leisten. „Das ist beim Piesberg nun gleich mehrfach der Fall. Nirgendwo in der Region zeige sich Industrie- und Menschheitsgeschichte so konzentriert wie am Piesberg“, erläutert Bajus.

Kaum ein anderer Ort steht exemplarisch so für den Strukturwandel der letzten 200 Jahre. Hier gab es schon seit dem Mittelalter Kohleabbau, der im Laufe des 19 Jahrhunderts industrialisiert wurde. Bis heute wird hier großflächig Sandstein abgebaut. Jahrzehntelang war der Berg als Hausmülldeponie genutzt worden. „Heute dagegen ist der Piesberg ein beliebter Freizeit- und Naherholungsstandort, mitten im Naturpark TERRA.vita. Und, neben dem Industriemuseum ist auch die ehrenamtlich geführte und mit viel Herzblut reaktivierte Feldbahn ein echter Besuchermagnet. Über 15.000 Besucher nutzten sie im letzten Jahr. Die Zeit heilt viele Wunden, auch am Piesberg“, resümiert Bajus, der für die Grünen auch im Stadtrat sitzt.

Für die Grünen ist der Piesberg ein gutes Beispiel, wie Umwelt- und Nutzungskonflikte konstruktiv angegangen werden können. Schließlich ist der Berg mit vielen seltenen Arten auch für den Naturschutz bedeutsam. Insbesondere für streng geschützte Fledermäuse ist der Piesberg ein wichtiges Refugium. Zugleich findet sich hier einer der besten Windkraftstandorte im Binnenland, das Deponiegas wird energetisch genutzt und auf der alten Deponie steht jetzt der Recyclinghof. „Die ganzen unterschiedlichen Interessen unter einen Hut zu bekommen klappt nur, wenn man eine engagierte und kompetente Verwaltung hat, die die Politik hinter sich weiß. Und, wenn man stets den Dialog mit allen Nutzergruppen pflegt und fachlich fundiert nach gemeinsamen Lösungen sucht“, so Bajus.

 

* Korrekt: Museum für feldspurige Industriebahnen Osnabrück-Piesberg e.V http://www.feldspur.de/



Zurück zum Archiv

Aktionen & Kampagnen