Kleine Anfrage Inwiefern berücksichtigt die Landesregierung Frauen bei den Corona-Hilfen?

Anfrage der Abgeordneten Imke Byl, Meta Janssen-Kucz, Volker Bajus und Julia Willie Hamburg (GRÜNE) an die Landesregierung, eingegangen am 18.06.2020

"Regierungsberater: Bei Corona-Hilfen nicht nur Männerberufe beachten

Berlin (dpa) - In der Corona-Krise haben Berater die Bundesregierung ermahnt, bei Hilfsmaßnah-men Männer nicht zu bevorzugen. Die Krise sei ‚eingebettet in soziale Ungleichheitsstrukturen‘, Frauen insgesamt stärker betroffen als Männer, heißt es in einem Papier des Rats für Nachhaltige Entwicklung, das die Mitglieder nach eigenen Angaben am Montagabend Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) vorgestellt haben. Hilfen dürften daher ‚nicht nur Männerberufe, z. B. in der Industrie, in den Fokus nehmen‘, sondern müssten Beschäftigungsverhältnisse von Frauen gleichermaßen berücksichtigen. Gesundheits- und Pflegeberufe sollten aufgewertet und fair entlohnt werden.“, so die Deutsche Presseagentur am 19. Mai 2020.

In Niedersachsen setzt sich die rot-schwarze Landesregierung explizit für eine Neuauflage der umstrittenen Abwrack- bzw. Autokaufprämie ein, bei der hohe Summen an Steuergeld aus dem Bundeshaushalt eingesetzt werden würden. Gleichzeitig diskutiert die Bundes- und Landespolitik über eine Bonuszahlung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in der Pflege.


1. In welchem Verhältnis sind finanzielle Corona-Hilfen bislang in Bereiche mit mehrheitlich weiblichen Arbeitnehmerinnen im Vergleich zu Bereichen/Branchen mit mehrheitlich männlichen Arbeitnehmern geflossen?

2. Inwiefern berücksichtigt die Landesregierung sowohl bei den Corona-Maßnahmen als auch bei den finanziellen Hilfen die Geschlechterperspektive?

3. Will die Landesregierung für eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen in den mehrheitlich von Frauen ausgeübten strukturrelevanten Berufen wie der Pflege, Medizin, Erziehung oder auch bei den Kassiererinnen und Kassierern sorgen, gegebenenfalls wie?

Alle Informationen und die Antwort (sobald verfügbar) gibt es hier.

Zurück zum Pressearchiv