Kleine Anfrage Landesjugendamt statt Landesjugendring - Was wird aus der Servicestelle für das Förderprogramm Generation³?

Anfrage des Abgeordneten Volker Bajus (GRÜNE) an die Landesregierung, eingegangen am 20.08.2020

Seit fast elf Jahren ist die Servicestelle für das Förderprogramm Generation³ bzw. dessen Vorläufer Generation 2.0 beim Landesjugendring Niedersachsen e. V. angesiedelt. Das Förderprogramm wird aus Mitteln des Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung finanziert. In diesem Zeitraum konnten bereits zahlreiche Projekte in der Jugendarbeit in Niedersachsen gefördert wer-den. Das Förderprogramm ist zu einem Bestandteil der niedersächsischen Jugendarbeit geworden. Die Servicestelle, die beim Landesjugendring angesiedelt ist, hat das Programm über die Jahre hinweg mitgestaltet, geprägt und professionell betreut und einen entsprechenden Erfahrungsschatz aufgebaut. Die Servicestelle hat sich ein Netzwerk erarbeitet und genießt Vertrauen bei Verbänden und Vereinen. Auch in der aktuellen Evaluation des Förderprogramms wird die Arbeit der Programmstelle gelobt.

Offensichtlich gibt bzw. gab es Überlegungen, die seit fast elf Jahren beim Landesjugendring Niedersachsen e. V. angesiedelte Servicestelle für das Förderprogramm Generation³ bzw. dessen Vorläufer Generation 2.0 nach einer Übergangszeit vom Landesjugendring zum Landesjugendamt zu verlegen.

1. Warum gab oder gibt es die Überlegungen zur Verlagerung der Servicestelle vom Landesjugendring zum Landesjugendamt, und wie ist der aktuelle Stand?

2. Wie bewertet die Landesregierung insgesamt die Arbeit der beim Landesjugendring angesiedelten Servicestelle für das Förderprogramm Generation³, und falls es kritische Punkte gibt - z. B. hinsichtlich der Neutralität bei der Mittelvergabe -, wann und inwiefern wurden diese gegenüber der Servicestelle innerhalb der letzten elf Jahre geäußert?

3. Welche Gefahren sieht die Landesregierung bei einem möglichen Wechsel zum Landesjugendamt, auch mit Blick auf das Handlungsfeld „neXTkultur“, bei dem es um die (strukturelle) Integration von jungen Menschen mit (familiärer) Migrationsgeschichte und deren Selbstorganisationen in die Strukturen der Jugendarbeit geht?

 

Alle Informationen und die Antwort der Landesregierung (sobald verfügbar) gibt es hier.

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