in der Region Bajus: „Ein großer Gewinn für den Naturschutz und die Artenvielfalt“ Dank Volksbegehren bringt Landtag Gesetzespaket auf den Weg

Mit der Verabschiedung eines umfangreichen Gesetzespakets zum Natur- und Artenschutz durch den Landtag, endet das Volksbegehren Artenvielfalt mit einem großen Erfolg. „Damit haben wir unsere Ziele erreicht. Alle Fraktionen im Landtag haben geschlossen für den sogenannten "niedersächsischen Weg" gestimmt. Das ist ein großer Fortschritt für den Naturschutz und die bedrohte Artenvielfalt im Land “, sagt der für Süd-West Niedersachsen zuständige Landtagsabgeordnete Volker Bajus. Die Bestimmungen zur Reduzierung des Pestizideinsatzes, die Förderung heimischer Baumarten und die Festlegung von Gewässerrandstreifen, seien mit dem Gesetz schneller, als ursprünglich geplant, verabschiedet und gesetzlich verankert worden.

„Ohne die vielen Unterschriften, die von den Organisationen des Volksbegehrens gesammelt wurden, wären die Gesetze in dieser Form nicht verabschiedet worden. Klare Bestimmungen zum Wiesenvogelschutz, erhebliche Steigerungen beim Ökolandbau und der Schutz von Biotopen, sind nun einvernehmlich beschlossen worden. Dieser Kompromiss ist ein ganz wichtiges Signal an den Naturschutz, aber auch an die Landwirtschaft“, so Bajus. 138.118 Unterschriften wurden in Niedersachsen zwischen Mai und dem November gesammelt, 9.214 davon in der Stadt und im Landkreis Osnabrück, 2.333 in der Grafschaft Bentheim und 3.686 im Emsland. „Dass so viele Menschen in der Region ihre Unterschriften abgegeben haben, wundert mich nicht. Schließlich sind wir eine Hochburg der Intensivlandwirtschaft und der Massentierhaltung. Die Menschen sehen die Konflikte, die Naturzerstörung, aber auch die Not und die Probleme vieler Landwirte. Daher war es an der Zeit, hier für ein gemeinsames Vorgehen aller Beteiligten zu sorgen", sagt Bajus weiter.

Nachdem das Volksbegehren gestoppt und der "Niedersächsische Weg" verabschiedet worden ist, sei es jetzt wichtig, dass die lokalen Bündnisse des Volksbegehren weiter aktiv bleiben und ein Auge auf die Umsetzung vor Ort haben. "Für diesen Zweck finanziert das Land den Naturschutzbehörden neue Stellen. Die müssen jetzt eingerichtet und arbeitsfähig gemacht werden. Das Artensterben ist weiterhin dramatisch und der Landtagsbeschluss erst mal nur ein Stück Papier. Hier sind auch Landwirtschaftskammer und Landvolk gefragt, die Vereinbarungen jetzt mit Leben zu füllen “, so Bajus.

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