Zum Öl-Austritt im Förderfeld Emlichheim Grüne fordern Ausstiegsplan für Öl- und Gasförderung

Im Ölförderfeld Emlichheim sind 1.500 Liter Getriebeöl ausgelaufen. Die Leckage ereignete sich in Folge eines Testlaufs für eine neue Erdöl-Exportleitung. Die Grünen kritisieren, dass weiterhin neue Investitionen in fossile Infrastrukturen erfolgen und fordern einen geordneten Ausstieg aus der Öl- und Gasförderung.  

Imke Byl, energiepoltische Sprecherin der Landtags-Grünen stellt fest: „Das Ölzeitalter ist abgelaufen. Neue Investitionen in fossile Förderprojekte und Pipelines sind ein Widerspruch zum Klimaschutz. Es dürfen keine neuen Fakten mehr geschaffen werden, die die Anhängigkeit von klimaschädlichem Öl- und Gas weiter zementieren. Bundesregierung und Landesregierung bekennen sich zum Ziel der Klimaneutralität bis 2045. Um dies zu erreichen brauchen wir jetzt einen konkreten Zeitplan für den schrittweisen Ausstieg aus der Öl- und Gasförderung. Schließlich braucht auch die Industrie hier Planungssicherheit.“  

Volker Bajus, grüner Landtagsabgeordneter für die Grafschaft Bentheim stellt fest: „Die rot-schwarze Landesregierung hinkt den Herausforderungen kläglich hinterher, wo es um den Schutz von Gesundheit, Umwelt und Klima geht. Das Land hat als Bergaufsicht noch immer keine Konsequenzen aus der Mega-Leckage in Emlichheim gezogen, wo jahrelang unbemerkt Lagerstättenwasser ins Grundwasser floss. Der angekündigte Bohrloch-TÜV für eine regelmäßige Dichtigkeitsprüfung von Tiefbohrungen ist noch immer nicht umgesetzt.“

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