Pressemeldung Nr. 213 vom

Vierte Landesaufnahmebehörde kommt Grüne: Friedensstadt Osnabrück setzt Willkommenzeichen

Darum geht’s

Der neue vierte Standort der Landesaufnahmebehörde Niedersachsen (LAB NI) wird im ehemaligen Bundeswehrkrankenhaus in Osnabrück untergebracht werden.

Das sagen die Grünen

Anja Piel, Fraktionsvorsitzende

„Durch die Schaffung eines zusätzlichen Standortes erreichen wir eine zeitliche Entzerrung bei der Verteilung auf die Kommunen. Damit entsprechen wir der Forderung der Städte und Landkreise, sich besser auf die Flüchtlinge vorbereiten zu können und sie willkommen zu heißen.“

„Ich danke der Friedensstadt Osnabrück, dass sie dieses deutliche Willkommenszeichen setzt. Diese Haltung steht Niedersachsen gut zu Gesicht.“

Volker Bajus, regionaler Abgeordneter

„Der Standort ist hervorragend geeignet. Wichtige Infrastruktur ist fußläufig erreichbar, die Innenstadt nah und das Naherholungsgebiet gleich nebenan. Optimale Bedingungen für die Erstaufnahme von Flüchtlingen.“

Zum Hintergrund

Die Regelkapazität der LAB NI von insgesamt 1900 Plätzen ist per 24. November 2014 mit 2.385 Personen deutlich überschritten.

LAB-Standort

Regelkapazität

Belegung per 24.11.2014

Bramsche

600

853

Braunschweig

600

844

Friedland

700

688

In Niedersachsen werden für das gesamte Jahr 2014 18.800 Asylerstanträge erwartet. In 2013 waren es noch 10.225. Der Tiefststand der letzten zehn Jahre lag 2007 bei 1.637.
Im EU-Vergleich wurde in Deutschland in 2013 mit 127.000 zwar die größte Zahl von AsylbewerberInnen registriert (29% der EU-Gesamtbewerberzahl), verglichen mit der Bevölkerung jedes EU-Mitgliedstaates stand Deutschland diesbezüglich in 2013 mit 1,5 AsylbewerberInnen pro 1000 EinwohnerInnen aber nur auf Platz 7.

In den kommenden Wochen werden unsere Abgeordneten unter dem Titel "Zuflucht und Nachbarschaft" Flüchtlingsunterkünfte in ganz Niedersachsen besuchen. Morgen (28. November) sind die Fraktionsvorsitzende Anja Piel, die flüchtlingspolitische Sprecherin Filiz Polat und der regionale Abgeordnete Gerald Heere vor Ort in einer Flüchtlingsunterkunft in Wolfsburg. Teil des Termins werden außerdem Gespräche mit der Verwaltung und der Flüchtlingshilfe sein. Weitere Informationen sowie laufend aktualisierte Termine gibt es hier: www.gltn.de/fluechtlinge. MedienvertreterInnen sind herzlich dazu eingeladen, die Termine nach Absprache zu begleiten.

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