Situation im Südwesten Niedersachsens Zum Zwischenbericht der Bundesgesellschaft für Endlagerung

Dass der Südwesten so wie auch andere Teile Niedersachsens als mögliche Endlager-Standorte im Topf sind, das ist schon eine sehr schlechte Nachricht für die Menschen in unserer Region. Natürlich hätten wir uns alle gewünscht, dass weder ein Salzstock noch das Tongestein, ob im Emsland, in der Grafschaft oder im Landkreis Osnabrück, als hinreichend geeignet gelten.

Bei allem Respekt vor dem jetzt gewählten Verfahren und der sogenannten “weißen Landkarte”: die Region, insbesondere das südliche Emsland, hat mit zwei Atomkraftwerken und einer Atomfabrik schon genug hochriskante Lasten dieses schwarzen Kapitels der deutschen Energiewirtschaft getragen. Von daher ist es schwer vermittelbar, dass wir jetzt auch noch möglicher Endlagerstandort werden könnten.

Wir müssen auf einem transparenten und wirklich wissenschaftsbasierten Verfahren bestehen und dürfen uns nicht über den Tisch ziehen lassen, wie das bei früheren Standortentscheidungen der Fall war. Ich erwarte vom Land Niedersachsen, dass es die Region im weiteren Verfahren mit allen Kräften unterstützt und mit seinem atompolitischen Wissen zur Seite steht. Zudem sollten wir alle politischen Kräfte bündeln - egal welche Partei und aus welchem Landkreis, um im weiteren Verfahren auf Augenhöhe mitdiskutieren zu können.

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